Sonderfarben - Einsatzgebiete und Vergleich 15.03.2026

Einsatzgebiete von Sonderfarben
In diesem Beitrag erfahren Sie, für welche Produkte der Einsatz von Sonderfarben sinnvoll ist. Natürlich kommt es neben dem gewünschten Farbton auch immer auf den Preis an. Sonderfarben müssen aber nicht immer die teurere Variante sein.
Bei einer Geschäftsausstattung mit Briefbögen, Flyern, Visitenkarten, Briefumschlägen oder Ähnlichem gibt es einige Produkte, die beim Einsatz von Sonderfarben sogar preiswerter sein können. Dafür ist es wichtig, das Prinzip einer Online-Druckerei zu verstehen. Dort werden Aufträge für verschiedene Papiersorten gesammelt und im Zusammendruck auf großen Druckmaschinen gedruckt. Kann man viele Aufträge auf einem Satz Druckplatten unterbringen, sinkt der Preisanteil an den Platten für jeden Auftrag. Das funktioniert üblicherweise bei Flyern und Visitenkarten besser als beispielsweise bei Briefumschlägen.
Briefumschläge laufen separat als einzelner Auftrag. Wird dort 1-farbig mit einer Sonderfarbe gedruckt, muss nur eine Druckplatte für den Kunden angefertigt werden. Ist das Logo des Kunden dafür ausgelegt, könnte dieser sich also Kosten sparen und lässt sich den Auftrag mit Sonderfarbe drucken. Bei einem Flyer mit Sonderfarbe, der auf den Sammelformen läuft, müsste extra für diesen Kunden eine große Druckplatte angefertigt werden. Das heißt, der Preis dieser Platte kann nicht auf alle Aufträge dieses Bogens umgelegt werden, und der eine Kunde mit der Sonderfarbe muss den vollen Preis der Druckplatte und der Einrichtekosten tragen.
Man sollte sich also im Vorfeld überlegen, ob es sich optisch oder preislich lohnt. Der Einsatz von Sonderfarben macht je nach Logo oder Einsatzzweck definitiv Sinn, sollte aber vorher gut geplant werden.
In unserem Shop finden Sie die Produkte mit Sonderfarben bezeichnet als 1- oder 2-farbig. Andere Produkte wie Flyer oder Briefbögen können wir natürlich auch mit zusätzlicher Sonderfarbe drucken; hierfür sollten Sie unser Formular für Sonderanfragen nutzen oder uns telefonisch kontaktieren. Wir helfen Ihnen dann, Ihren Sonderwunsch in der Bestellung zu ermöglichen.Pantone und HKS im Vergleich
In Deutschland sind die gängigsten Sonderfarb-Systeme Pantone und HKS. Beide Hersteller bieten eine große Bandbreite an Vollton-Farben, die von der Druckerei entweder angemischt oder fertig bestellt werden können. Für beide Systeme existieren auch CMYK-Simulationen die von Farbe zu Farbe unterschiedlich nah an das Original kommen.
HKS ist eine eingetragene Marke des HKS Warenzeichenverband e.V. mit den Firmen: Hostmann Steinberg GmbH, Flint Group Germany GmbH, H. Schmincke & Co., GmbH & Co. KG.
Der klassische HKS-Fächer verfügt über 88 Volltonfarben. Es gibt für die verschiedenen Papiersorten – relevant in unserem Fall sind Kunstdruck und Naturpapier – verschiedene Zusammensetzungen dieser Farben. Man versucht also unter der gleichen Farbnummer durch andere Mischverhältnisse auf den unterschiedlichen Papiersorten einen möglichst gleichen Farbeindruck zu erzeugen.In den Farbbibliotheken der gängigen Gestaltungsprogramme sind diese verschiedenen Farbtöpfe durch den Zusatz „K“ für Kunstdruck- oder „N“ für Naturpapier gekennzeichnet. Vor allem bei der CMYK-Simulation kommt es hier natürlich auf die richtige Auswahl an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Drucker für das Papier den falschen Farbtopf nimmt, ist verschwindend gering. Wählt man bei der Gestaltung allerdings die falsche Farbe aus und wandelt dann nach CMYK, wird vermutlich kein zufriedenstellendes Ergebnis entstehen.
Das Pantone Matching System (PMS) ist im globalen Bereich von beiden das bekanntere System. Es hat aber auch einen anderen logischen Ansatz als das HKS-System.
Anstatt verschiedener Farbtöpfe für die verschiedenen Papiersorten gibt es pro Farbnummer auch tatsächlich nur eine Farbe. Diese sieht dann je nach Papiersorte unterschiedlich aus. Man braucht also, um mit der Schmuckfarbe einen ähnlichen Eindruck zu erzeugen, entweder beide Farbfächer (Coated = Bilderdruckpapier, Uncoated = Naturpapier) oder gute Kenntnisse in Sachen Colormanagement und die nötige Software. Es kann also durchaus möglich sein, dass man zwei unterschiedliche Farbnummern benutzen muss, um ähnliche visuelle Farbtöne auf den verschiedenen Papiersorten zu erreichen.Für die Annäherung an Pantone-Schmuckfarben durch CMYK sollte man sich an die Pantone Color-Bridge EURO Coated, also EC, halten. Diese Farbbibliothek ist, zumindest in der aktuellen Adobe-Reihe, bereits vorinstalliert.
Das Wichtigste ist jedoch immer, dass man konstant dieselben Werte benutzt. Haben Sie früher einmal damit angefangen die Volltöne einfach bei der PDF-Erstellung umzurechnen, sollten Sie auch bei dieser Methode bleiben. Es hilft niemandem, wenn ein regelmäßiges Druckprodukt nun zwar besser an die zu Grunde liegende Sonderfarbe kommt, das Ergebnis aber völlig von der letzten Auflage des Prospektes oder der Visitenkarte abweicht.
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